Ungeahnte Höhen
 

Ab 1960: zu ungeahnten Höhen


Lokalrivalen

Ende März 1946 war die von den Machthabern 1933 aufgelöste „UNION“ als ASV (Allgemeiner Sportclub) wiedererstanden. Mit Widerwillen sahen es manche FC-Mitglieder, dass die „Roten“ bis zum Frühjahr 1949 auf dem FC-Platz kickten. Die Rivalität zwischen den beiden Vereinen flammte immer wieder auf, nicht nur bei Fußballwettkämpfen. Übermotivierte Mitglieder gab es auf beiden Seiten. So wurden interne Spielersperren verhängt oder sogar mit dem Vereinsausschluss gedroht, wenn jemand nur das Training des Kontrahenten beobachtete.
Als der ehemalige FC-Trainer Georg Römmelt es wagte, die Jugendmannschaft des Lokalrivalen zu übernehmen, hätte das beinahe zur „großen Krise“ beim FC geführt. Über Römmelt wurde die „Vereinsacht“ verhängt, weil er die Jugendlichen vom ASV mit folgenden Worten scharf gemacht haben soll: „Los, los, ihr müsst schneller werden, um denen da droben eins auswischen zu können ...“
Auch die Rivalität mit den „Fröschen“ aus Büchenbach darf nicht unerwähnt bleiben. Als der Clubheimpächter Bruno Kroninger 1965 zur SpVgg Büchenbach wechselte, kochte die FC-Seele über.

Platzsanierung

Nicht nur der Bau des Kunstrasenplatzes 2015 ist ein Meilenstein in der Entwicklung unseres Herzogenauracher Clubs, auch die Erweiterung und Platzsanierung des FC-Geländes 1963 und 1968 sind bedeutende Meilensteine für den Ausbauder gesamten Sportanlage.
 
Bevor die Platzsanierung 1963 in Angriff genommen werden konnte, - man berechnete die Kosten auf 120.000 DM – wurde erst einmal das Gelände auf Vordermann gebracht. Mit einer großzügigen Spende der F. Schaeffler  (55 Zentner Zement und und 50 Zentner Kies) wurde der Aufgang vom Weihersbach her betoniert.
Auch die Aktiven trugen zur Kosteneinsparung bei. Sie verzichteten auf einen Vereinszuschuss für eine Ausflugsfahrt , so dass von dem eingesparten Geld zwei Scheinwerfermasten zur Platzbeleuchtung angeschafft werden konnten. Schließlich wurde noch ein VW-Kleinbus für die Auswärtsfahrten der Schüler- und Jugendmannschaften angeschafft.
 
Der Vorstandschaft war aber längst klar geworden, dass man mit einem einzigen Platz den Anforderungen eines geordneten Trainings- und Spielbetriebs nicht mehr gerecht werden konnte. Immer mehr Mannschaften mussten beim Verband angemeldet werden und der Zugang von Kindern und Jugendlichen war ungebrochen. Ein einziger Platz bei diesem Ansturm,- das reichte bei weitem nicht, das konnte es nicht sein!
 
Nach langen und zähen Verhandlungen wurden schließlich 1968 im Süden des Vereinsgeländes Grundstücke im Wert von 34.000 DM erworben, so dass der sog. B-Platz gebaut werden konnte.
 
1966 - 50 Jahre 1.FC Herzogenaurach

Waren die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Vereinsjubiläum wegen des Krieges abgesagt worden, so beging man das halbe Jahrhundert des Vereins 1966 umso größer. Der FC präsentierte sich in seinem Jubiläumsjahr als gesunder und blühender Verein. Eine attraktive Veranstaltung jagte die andere.
Die 1. Mannschaft maß sich mit der Bundesligamannschaft der „Zebras“ vom Meidericher SV (heute MSV Duisburg in der 2. Bundesliga). Außerdem spielte man gegen die SpVgg Büchenbach (damals eingleisige Bayernliga) und gegen die Kleeblätter aus Fürth (2. Liga Süd).
 
Selbstverständlich gab es eine ausführliche Festschrift, für die Michael März, Walter Röder und der ehemalige aktive Tischtennisspieler Horst Huke verantwortlich zeichneten. Zahlreiche Gastvereine überreichten am Festabend Ehrengeschenke, der Schrimherr Landrat Dr. Georg Dassler griff mit einer Spende von 500 DM ebenso tief in die Tasche wie Bürgermeister Hans Maier.
 
Zahlreiche Mitglieder wurden geehrt und nach Beendigung der zahlreichen Wettkämpfe durften die 1. und 2. Mannschaft einen Ausflug nach Berlin unternehmen, während Mannfred Dennl mit seiner 3. Mannschaft die Berge im Raum Ruhpolding unsicher machte.
 
Die Firma PUMA steigt ein

Das größte Geschenk zum 50-jährigen Jubiläum machte die 1. Mannschaft sich und dem Verein jedoch selbst, und zwar mit dem Aufstieg in die Landesliga. Schaffte man im 1. Spieljahr in dieser zweithöchsten bayerischen Amateurklasse den Ligaerhalt problemlos, so ging es im zweiten Jahr jedoch wieder zurück in die Amateurliga.
Just zu diesem Zeitpunkt verkündete der neue Spielausschussvorsitzende Sepp Dietrich, dass „künftig die Firma PUMA den Verein tatkräftig unterstützen werde“.

Die Bezirksliga-Mannschaft in den 60er Jahren – Hintere Reihe von links: Krüger, Braun, Mauser, Müller, Galster – Mitte von links: Lehner, Kaschenreuther, Tusche – Kniend von links: Nahr, Ruhmann, Balbenott
 
 
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